Milch Diät und eine so gar nicht objektive Betrachtung

Abnehmen mit Milch Diät?

Bei der Milch Diät haben mich als bekennden Milch-Junkie mit derzeit leichten bis mittelprächtigen Problemen mit meinen Klamotten die Hintergründe interessiert. Laut dieser Diät dürfte ich diese Probleme ja gar nicht haben. Oder doch?

Ganz persönlicher Milchkonsum

Seit meiner Kindheit gehört Milch zu meinen Lieblingsgetränken. Allerdings nicht die fettarme Variante. Frische Rohmilch mit dem Sahneklumpen oben drauf ist das Größte. Meist beschränke ich mich jedoch auf 3,5 %ige frische Vollmich. Meine Kinder trinken seit ihrem 2. Lebensjahr Kuhmilch. Natürlich meist in Verbindung mit irgendwelchen schokoladigen oder giftig bunten Kornflakes-Varianten. Unser Tageskonsum liegt zwischen 3 bis 4 Litern (eher 4 als 3). Wobei ich selber mit 2 Litern zu Buche schlage. Dann kommt noch Käse dazu, den ich dreimal lieber mag als Wurst. Beim Aldi um die Ecke ist man bekannter als ein bunter Hund, wenn man alle 3 Tage 12 Liter Vollmilch im Einkaufswagen hat. Die einzige Variante der Milch, die ich nur 1x im Monat brauche, ist Schokolade. Bin da eher der Typ, der kein Steak links liegen lassen kann. Über einen Mangel an Milch bzw. Calcium kann ich also nicht klagen.

Entwicklung trotz jahrelanger Milch Diät (?)

Bis zur Schwangerschaft mit meiner Tochter gehörte ich zu den Menschen, die essen konnten, was sie wollten und soviel sie wollten, ohne auch nur den Hauch eines Gewichtsproblems zu haben. 1,80 m, Kleidergröße 38 und irgendein Gewicht, was da hineinpasst. Sorry, die einzige Zeit in meinem Leben, die durch eine Waage (meiner Frauenärztin) bestimmt war, waren die Schwangerschaften. Ich lasse mich allerdings von meiner Kleidergröße beeinflussen. Die Schwangerschaft mit meiner Tochter war dann aber auch gleich mal richtig heftig. Bis zur Geburt wog ich 100 kg und passte in Kleidergröße 46 oder größer. Bis auf Kleidergröße 44 war ich dann nach zweieinhalb Jahren runter, als sich mein Sohn ankündigte. Oh Wunder ich nahm ab, trotz "normaler" Ernährung und gut zunehmenden Gewichts des Babys. Einziger Unterschied vor der Schwangerschaft mit meiner Tochter hatte ich einen eher testosteronlastigen Hormonhaushalt. Diesen schien mein Sohn wieder ins Gleichgewicht zu bringen und ich war das Östrogen, das ich als Heulsusenhormon für mich beschreiben möchte, endlich wieder los. Nach der Geburt war ich bei Kleidergröße 42 angekommen mit Tendenz nach unten und hatte einen gesunden Sohn mit 3500 g auf die Welt gebracht.

Da die Aufnahme von Calcium während der Schwangerschaft und Stillzeit bei 75 % liegt und ich meinem Körper diese Menge auch bereitgestellt habe, führe ich das Gewichtsjojo mal sehr unwissenschaftlich auf die Hormone zurück.

Wie ging es weiter?

Wir haben alle ein normales Gewicht und essen nicht immer, aber meistens gesund. Sahnesoßen und ungesunde kurzkettige Kohlenhydrate sowie zuckerhaltige Lebensmittel wurden nicht permanent verbannt, stehen aber auch nicht von morgens bis abends und das jeden Tag auf dem Tisch. Da ich selbst kaum Schokolade oder anderen Süßkram esse, kommt ein bis zweimal im Monat die Aufforderung meiner Kinder, diesen bitte doch mal wieder zu kaufen. Aufgrund der Kornflakes und des Instant-Kakaos mache ich mir aber keine Sorgen, dass sie unter Zuckermangel leiden könnten. Haben wir allerdings keine Milch im Haus, bricht der Notstand aus. Besonders wenn der Milchkonsum steigt aufgrund der Tatsache, dass ich  zusätzlich warme Milch mit Honig im Winter oder Eiskakao im Sommer trinke. Somit sind wir bei Wochenend-Milchkrisen auch in der Nachbarschaft bekannt, wo wir uns dann mal den einen, besser noch den einen und den anderen, Liter leihen.

Was ist heute?

Seit ca. 1 Jahr habe ich nichts anderes zu tun, als mir meine Wechseljahre zu wünschen. Einziger Nachteil an diesem Wunsch, der mir zur Zeit erfüllt wird, sind neben Hitzewallungen die Fettpölsterchen, die sich unbemerkt angesammelt haben. Da mir zu Anfang des Sommers kein Rock mehr passte, ich aber auch keine Lust hatte mir neue Sachen in Kleidergröße 44 (bin ich mittlerweile) zu kaufen, fing ich an meine Ernährung umzustellen.

  • Statt Weißbrot halt immer Körnerbrot, statt Fett und Sahne zum Kochen halt nur noch Wasser und Brühe. (Müssen auch die Kinder durch). Esse viel Obst über den ganzen Tag und abends halt Gemüse und keine Kohlenhydrate, obwohl wir hier immer warm essen (hier mache ich grundsätzlich eine Ausnahme für die Kinder, die meiner Meinung nach Kartoffeln & Co ruhig essen sollen).
  • Mein Milchkonsum hat sich nicht verändert. Mein Kaffeekonsum, der ausschlaggebend ist für meinen Milchkonsum, ist unvermindert hoch. Wasser und Tee mochte ich noch nie, obwohl ich meine Kinder dazu erzogen habe, neben dem Milchkonsum auch diese besonders in der Schule zu trinken. Trinke jetzt aber einen Kaffee vor dem Essen statt danach, sodass ich schon mal etwas gesättigt bin und der Magen schon zum Teil gefüllt ist.
  • Mache meine Portionen kleiner und warte dann etwa 10 bis 20 Minuten, ob ich satt bin. Wenn nicht, esse ich eben noch etwas.
  • Gönne mir zwischendurch auch etwas. Eine Kugel Eis, eher Frucht als Milcheis, ist aber eine persönliche Vorliebe. Heute abend geht es zum Steak essen. Mit Salat und Joghurtsoße, Pommes und Gorgonzolasoße. Ich freu mich drauf und werde es mir schmecken lassen!
  • Bloß kein Streß! den hat man auch ohne Diät schon genug.

Leider kann ich nicht genau sagen, wieviel ich bisher abgenommen habe, Waagen haben es immer noch nicht in mein Leben geschafft. Ich passe aber schon wieder in 2 Röcke der Kleidergröße 42 und meine Hosen (Stretch) muss ich häufiger mal im Laufe des Tages nach oben ziehen.

Persönliches Fazit

Das eine Milch Diät oder Kalzium einen derartigen Effekt haben, kann ich mir nicht vorstellen. Eher ist es die Ernährungsumstellung im Bereich der Kohlenhydrate und Fette, die durch Gemüse und Nüsse, Kerne etc. ersetzt werden. Auch der strenge Diätplan der Milch Diät wird zu dem kurzfristigen Erfolg beitragen. In Verbindung mit Calcium, das die Fette scheinbar bindet, ist der Erfolg besonders fettarmer Milch und Milchprodukte zu sehen.

Persönlich denke ich, dass es nicht die Diät gibt. Es gibt gesunde Nahrungsmittel und es gibt solche, auf die man durchaus verzichten kann oder die durch gesunde Varianten austauschbar sind. Also habe ich angefangen, mir aus den angebotenen und bekannten Diäten die Anregungen zu holen und mir dann vorgestellt, was ich ohne Verlust der Lebensqualität umsetzen kann. Ich achte darauf, dass ich ausreichend Gemüse und Obst esse. Schokolade und anderer Süßkram ist immer noch nicht mein Ding aber auf ein Steak mit Pommes möchte ich im Leben nicht verzichten und ohne Kaffee und Milch geht auch nichts. Kochbücher zu Low-Carb, Low-Fat oder was auch immer finde ich sehr hilfreich. Zum einen macht es Spaß neue Rezepte auszuprobieren. Mein Sohn schnappt sich zum Glück auch hin und wieder ein Kochbuch und zaubert dann etwas. Außerdem hilft es die nervigen Fragen, was gibt es zu essen oder was soll ich nur kochen, schneller zu lösen und wenn es dann noch gesund ist und beim abnehmen hilft, immer her damit. Werde bei meiner Art der Milch Diät bleiben, die aber eher nicht im Sinne des Erfinders ist.

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